Liebe Spender,

wie Sie bereits aus der örtlichen Presse entnehmen konnten, sind die letzte Mitgliederversammlung, sowie der Initiativkreis des Projektes zu dem Entschluss gekommen, das Projekt rückabzuwickeln.

Diesem Entschluss waren intensive Bemühungen vorausgegangen, ein passendes Grundstück aus dem privaten Bereich als Ersatz für ein städtisches Grundstück zu finden.

Der Verein „Sozialberatung Gronau e.V.“, der unser Projekt von Beginn an ideell und finanziell unterstützt hat, brachte das Grundstück „Gleisdreieck“ in diesen Prozess ein. Die Möglichkeit, mit eigenen Mitteln eine Erschließung vorzunehmen, erwies sich schlussendlich als nicht durchführbar.

Da dem Verein kein anderes Spendervotum vorliegt, als die geplanten Blockhäuser zu bauen, haben wir uns konsequenterweise dazu entschlossen, die Rückabwicklung vorzunehmen.

Zur Rückabwicklung ist es notwendig, dass Sie uns das anliegende Formular

Anlage 1: „ Rückforderung der Spende für das Projekt: Das Haus der Gronauer“

ausgefüllt und unterschrieben zurücksenden. (Per Post oder e-mail)

Nichtsdestoweniger mag einigen Spendern eine alternative Mittelverwendung für die Hilfe und Integration von Flüchtlingen durchaus am Herzen liegen. Wer dies wünscht, kann dann auch entscheiden, dass seine Spende an den „ Förderverein Menschen in Not – Gronau e.V.“ weitergeleitet wird, mit der Maßgabe, diese Mittel für hilfsbedürftige, der Stadt Gronau zugewiesene Flüchtlinge einzusetzen.

Auch wird es hinsichtlich einzelner Sammelspenden und/oder kleineren Einzelspenden unmöglich sein, eine korrekte Rückzahlung vorzunehmen, weil die Spender nicht ermittelt werden können. Für diese Fälle hat sich der Verein „ Das Haus der Gronauer“ entschlossen, die verbleibenden Beträge an den Gronauer „Förderverein Menschen in Not – Gronau e.V.“ weiterzuleiten, ebenfalls mit der Maßgabe, diese Mittel für hilfsbedürftige Gronau zugewiesene Flüchtlinge einzusetzen.

Bitte geben Sie uns dazu Ihr Votum durch Rücksendung der:

Anlage 2: „Weiterleitung der Spende für das Projekt „Haus der Gronauer“

Die Unterlagen bitte

a) per Post an: Franziskus Siegers, Steinfurter Str. 9, 48599 Gronau

oder

b) per e-mail an: f.siegers@freenet.de

der Anlage 1 liegt eine „ Anleitung zur steuerlichen Rückabwicklung“ bei. Unser Vorstandsmitglied und Steuerberater Herbert Ossendorf hat diese Anleitung in Absprache mit dem Finanzamt für Sie erstellt, damit Sie die steuertechnische Abwicklung ihrer Spendenbescheinigung korrekt laut unserem Formular vornehmen können.

Falls wir von Ihnen keine Rückantwort erhalten und uns die Spendenbescheinigungen nicht bis zum 15.12.2016 vorliegen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, dass ihre Gelder an den Verein „Menschen in Not“ weitergeleitet werden.

Der Vorstand möchte allen Spendern sein tiefes Bedauern darüber aussprechen, dass dieses Projekt mit so vielen guten Ansätzen, die Flüchtlingsproblematik in unserer eigenen Stadt zu lindern, nicht realisiert werden konnte.

Es ist kein Geheimnis, dass letztendlich der mangelnde politische Wille das Projekt verhindert hat. Eine entsprechende Kommentierung ist in der Presse seitens Klaus Wiedau von der WN vorgenommen worden. Dem ist seitens des Vereins nicht hinzuzufügen.

Mit dem Wunsch, dass alle Spender und Helfer dieses Projekts sich trotzdem nicht entmutigen lassen, zukünftig dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird, möchten wir Ihnen für Ihr Engagement in dieser Sache danken.

Der Vorstand

Joachim Hagemann  –  Klaus Baveld  –  Herbert Ossendorf


Nachbetrachtung zum Projekt

„Gronau, zusammen sind wir richtig gut“, so habe ich die Entwicklung des Projekts in der außergewöhnlich erfolgreichen Anfangsphase auf der website des Vereins beschrieben.

Der Satz gilt nach wie vor, insbesondere für alle, die sich mit großem Enthusiasmus für das Projekt engagiert haben und eben auch für die Spender. Eingegangene und zugesagte Spenden in Höhe von etwa  250.000 € nach nur wenigen Wochen  sprechen einfach für sich.

Das Scheitern aufgrund eines sich selbst widerrufenden politischen Beschlusses, macht den obigen Satz zwar nicht unwahr, veranschaulicht aber, das „ zusammen“ in Gronau  ein ganz eigenes Thema ist.

Wirklich wichtig wäre dagegen ein Erfolg des Projektes gewesen. Im Sinne einer konstruktiven Integration der Flüchtlinge und damit für unsere Stadt als Ganzes.

J.H.